Extrig.at

Die unabhängige Onlinezeitung für Österreich

Unimarkt zieht sich aus dem Filialgeschäft zurück

Redaktionelle Szene zum Thema „Unimarkt zieht sich aus dem Filialgeschäft zurück“

Der Lebensmittelhändler Unimarkt hat sich nach mehreren Verzögerungen aus dem Filialgeschäft zurückgezogen. Das Unternehmen mit Sitz in Traun in Oberösterreich konzentriert sich nun auf zwei verbleibende Geschäftsfelder und beschäftigt laut den verfügbaren Angaben rund 50 Menschen.

Der Schritt markiert das Ende eines lang angekündigten Rückzugs aus dem stationären Handel. Unimarkt war in Österreich vor allem als Nahversorger mit Supermärkten präsent. Mit dem Ausstieg aus dem Filialgeschäft fällt dieser Teil des Geschäftsmodells weg; übrig bleiben jene Bereiche, die das Unternehmen weiterführen will.

Rückzug mit Verzögerung abgeschlossen

Dass der Rückzug nun abgeschlossen ist, kommt mit Verspätung. Für das Unternehmen bedeutet das eine deutliche Schrumpfung gegenüber dem bisherigen Kerngeschäft. Für den Markt in Oberösterreich und darüber hinaus ist der Schritt ein weiteres Zeichen für den Druck, unter dem kleinere Handelsketten im Lebensmittelbereich stehen.

Unimarkt war über Jahre in mehreren Bundesländern mit Filialen vertreten. Der Rückzug aus diesem Bereich zeigt, wie schwierig es für mittelgroße Anbieter geworden ist, sich gegen die großen Lebensmittelkonzerne zu behaupten. Hohe Kosten, enge Margen und ein intensiver Wettbewerb setzen den Unternehmen im stationären Geschäft besonders zu.

Wie sich die verbliebenen zwei Geschäftsfelder künftig entwickeln, ist nun entscheidend für den weiteren Kurs des Unternehmens. Klar ist: Unimarkt hat sich aus dem klassischen Supermarktgeschäft verabschiedet und damit einen tiefen Einschnitt im eigenen Geschäftsmodell vollzogen.

Diesen Artikel teilen