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Israel ordnet Evakuierung in zehn Dörfern im Südlibanon an

Redaktionelle Szene zum Thema „Israel ordnet Evakuierung in zehn Dörfern im Südlibanon an“

Die israelische Armee hat Bewohner von zehn Dörfern im Süden des Libanon zur Evakuierung aufgefordert. Nach Angaben des arabischsprachigen Militärsprechers Avichay Adraee sollten sich die Menschen mindestens 1.000 Meter von ihren Häusern entfernen und offene Flächen aufsuchen.

Die Anordnung erfolgte nach israelischen Angaben wegen Verstößen der Hisbollah gegen das Waffenruheabkommen. Adraee schrieb im Onlinedienst X, die israelischen Streitkräfte seien gezwungen, gegen die Miliz mit Gewalt vorzugehen. Betroffen sind Dörfer, deren größter Teil in der Region Nabatäa liegt.

Die Evakuierungsaufforderung fiel zeitlich mit neuen Kämpfen im Südlibanon zusammen. Dabei wurde nach Angaben der israelischen Armee ein 19-jähriger Soldat getötet, ein weiterer schwer verletzt. Der Getötete sei „im Kampf gefallen“, teilte das Militär mit. Es handelt sich um den 23. israelischen Soldaten, der seit dem Wiederaufflammen der Auseinandersetzungen mit der Hisbollah getötet wurde; zudem starb ein Zivilbeschäftigter der Armee.

Auf libanesischer Seite ist die Zahl der Opfer deutlich höher. Nach Behördenangaben wurden seit Beginn der Eskalation mehr als 3000 Menschen getötet. Unter den Todesopfern sind demnach auch 123 Rettungskräfte und medizinisches Personal.

Libanons Präsident Joseph Aoun drängte unterdessen erneut auf einen Rückzug Israels aus dem Südlibanon. Er bezeichnete dies als „unerschütterliche, nationale Forderung“. Der Streit um die Präsenz israelischer Truppen im Grenzgebiet bleibt damit ein zentraler Konfliktpunkt trotz der vereinbarten Waffenruhe.

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