Das Gewaltpräventionsprojekt „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ wird in Österreich bis Ende Mai 2028 weiterfinanziert. Damit kann die Arbeit an 34 bundesweit geförderten Standorten fortgesetzt werden, wie der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser mitteilte.
StoP setzt im direkten Wohnumfeld an: Nachbarinnen und Nachbarn sollen für häusliche Gewalt sensibilisiert, zu Zivilcourage ermutigt und dabei unterstützt werden, Betroffenen Hilfe anzubieten. Finanziert werden die Standorte vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, die bundesweite Koordination liegt beim Frauenministerium.
Das Projekt war 2019 im Wiener Bezirk Margareten gestartet und ist inzwischen österreichweit vertreten. Insgesamt gibt es laut AÖF derzeit 44 StoP-Standorte, von denen 34 über die gemeinsame Bundesfinanzierung abgesichert sind.
Rückenwind erhält die Initiative durch eine wissenschaftliche Evaluation des Instituts für Konfliktforschung. Die Untersuchung kommt demnach zum Schluss, dass StoP das Bewusstsein für Partnergewalt stärkt und die Bereitschaft erhöht, im Umfeld einzugreifen und Betroffene zu unterstützen. Die Forschenden empfehlen daher, das Programm fortzuführen und auszubauen.
Die Verlängerung gilt auch als Signal in einer Phase angespannter öffentlicher Budgets. Aus Sicht der Frauenhäuser ist die langfristige Absicherung von Präventionsarbeit entscheidend, um Gewalt im sozialen Nahraum wirksam entgegenzutreten.









