Urlauberinnen und Urlauber, die mit dem eigenen Auto unterwegs sind, geraten auf der Fahrt ins Ausland immer wieder in Betrugsmaschen am Straßenrand. Besonders häufig betroffen sind Reisende in Ländern mit hohem Durchreiseverkehr, wo Täter gezielt auf Sprachbarrieren, Stress und fehlende Ortskenntnis setzen. Der ÖAMTC warnt vor mehreren typischen Tricks, bei denen sich vermeintliche Pannenhelfer oder angebliche Unfallgegner schnell zu teuren Begleitern entwickeln können.
Eine der bekanntesten Methoden ist der sogenannte Spiegeltrick. Dabei wird Autofahrenden nach einem lauten Knall vorgeworfen, beim Überholen den Seitenspiegel eines anderen Wagens beschädigt zu haben. Die Täter drängen dann auf sofortige Barzahlung am Pannenstreifen oder auf offener Straße. Entscheidend ist laut ÖAMTC: Wer keine eindeutigen Anzeichen für einen Schaden am eigenen Wagen sieht, sollte nicht anhalten. Falls doch gestoppt wird, raten Experten dazu, im Auto zu bleiben und auf die Polizei zu bestehen.
Besonders häufig wird diese Masche aus Italien gemeldet. Gerade auf viel befahrenen Strecken oder auf dem Weg in den Sommerurlaub nutzen Betrüger offenbar Momente aus, in denen Lenkerinnen und Lenker kurz verunsichert sind und schnell reagieren sollen. Genau darauf zielt die Methode ab: Wer sich unter Druck setzen lässt, zahlt oft sofort – und hat danach kaum eine Handhabe.
Eine zweite gängige Variante betrifft die Raststation. Reisende berichten immer wieder davon, dass nach einer Pause an einem Parkplatz oder an einer Tankstelle die Weiterfahrt nur noch kurz möglich ist, weil ein Reifen beschädigt wurde. Offensichtlich manipulieren Täter das Auto schon während der Unterbrechung, damit kurz danach eine Panne auftritt. Dann erscheinen Helfer, die Unterstützung anbieten – und sich nicht selten später als Teil des Betrugs herausstellen.
Der ÖAMTC rät, in solchen Situationen Ruhe zu bewahren und keine Hilfe von Unbekannten anzunehmen, wenn die Lage unklar ist. Wer unterwegs eine Panne hat, sollte möglichst den eigenen Schutz erhöhen, das Auto sichern und offizielle Hilfe organisieren. Gerade auf Urlaubsfahrten im Ausland sei es wichtig, die gängigsten Vorgehensweisen zu kennen, damit man nicht in eine Kostenspirale aus angeblichen Schäden, Reparaturen und Barzahlungen gerät.
Die Empfehlung der Experten ist deshalb simpel: bei verdächtigen Vorfällen nicht unter Druck setzen lassen, keine spontanen Zahlungen leisten und im Zweifel die Polizei einschalten. Für Reisende könne genau das den Unterschied machen zwischen einer harmlosen Irritation und einem teuren Betrug auf dem Weg in den Urlaub.









