Der erste Entbürokratisierungsbericht des Außenministeriums beziffert die jährlichen Kosten von Bürokratie in Österreich auf 20 Milliarden Euro. Staatssekretär Sepp Schellhorn (Neos) will die Studie nun als Grundlage für weitere Maßnahmen nutzen, um Verwaltung und Wirtschaft zu entlasten.
Die Analyse stammt von Eco Austria und wurde am Donnerstag präsentiert. Nach Angaben aus dem Bericht handelt es sich um eine evidenzbasierte Bestandsaufnahme der Bürokratie im Land. Schellhorn sieht darin eine Basis, um den Bürokratieabbau systematischer anzugehen und das Wachstum zu stärken.
Der Bericht reiht sich in die politische Debatte um eine Verschlankung von Verfahren, Meldepflichten und Dokumentationsvorgaben ein. Gerade für Betriebe gilt die Belastung durch Verwaltungsaufwand seit Jahren als Hemmnis, vor allem wenn Regeln aus mehreren Ebenen – Bund, Länder und EU – zusammenkommen.
Österreichs Wirtschaft schwächelt seit längerem, gleichzeitig wächst der Druck auf die öffentliche Hand, Prozesse einfacher und digitaler zu gestalten. Der neue Bericht liefert dafür nun eine quantifizierte Grundlage, auf die sich die Bundesregierung bei weiteren Reformschritten stützen kann.
Schellhorn hatte bereits angekündigt, im „Bürokratie-Dschungel“ aufräumen zu wollen. Mit der Studie liegt nun ein Zahlenwerk vor, das den Reformanspruch mit einem konkreten Kostenargument untermauern soll.









