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Mercedes und Porsche leiden unter schwächerem China-Geschäft

Redaktionelle Szene zum Thema „Mercedes und Porsche leiden unter schwächerem China-Geschäft“

Der Rückgang im China-Geschäft belastet Mercedes-Benz und Porsche weiter. Beide deutschen Hersteller verlieren im wichtigsten Automarkt der Welt an Boden, während sich das Geschäft am Heimatmarkt zwar belebt, davon aber auch ausländische Marken profitieren.

Mercedes-Benz verkaufte im ersten Halbjahr weltweit 1,01 Millionen Autos, sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der entscheidende Bremsklotz war China: Dort schrumpfte der Absatz um 28 Prozent auf 210.000 Fahrzeuge. Das Unternehmen verwies darauf, dass sich die Herausforderungen im zweiten Quartal besonders bei Modellen mit Verbrennungsmotor verschärften.

Der Druck auf die deutschen Premiumhersteller hat strukturelle Gründe. In China wächst der Wettbewerb im Elektrosegment, zugleich wenden sich viele Kundinnen und Kunden von teuren importierten Luxusmodellen ab. Mercedes trifft das doppelt: Verbrenner werden wegen des Kraftstoffpreises unattraktiver, bei E-Autos greifen chinesische Käufer zunehmend zu heimischen oder anderen ausländischen Angeboten.

Auch Porsche spürt die schwierige Marktlage in China deutlich. Für die Stuttgarter ist das Land seit Jahren einer der wichtigsten Absatzmärkte, doch der Gegenwind dort hat zuletzt zugenommen. Für die deutschen Premiumhersteller wird damit sichtbar, wie stark ihr Geschäft noch immer von der Entwicklung in China abhängt – und wie schwer es ist, dort die frühere Dynamik zurückzugewinnen.

Im Inland zeigt sich dagegen eine etwas freundlichere Entwicklung. Mehr Neuzulassungen stützen den Markt, zugleich gewinnen auch internationale Anbieter an Gewicht. Für Mercedes und Porsche reicht das allerdings nicht aus, um die Einbußen im China-Geschäft auszugleichen. Gerade bei den hochmargigen Modellen bleibt der asiatische Markt für beide Konzerne zentral.

Für die deutsche Autoindustrie ist die Lage damit heikler geworden. Während der Heimatmarkt etwas Stabilität bringt, entscheidet sich ein wesentlicher Teil der Ertragskraft weiterhin in China. Dort geraten vor allem die traditionellen deutschen Premiumwerte unter Druck – in einem Markt, der sich technologisch und beim Kaufverhalten rasch verändert.

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