Das Chopin-Festival in Gaming im Bezirk Scheibbs geht heuer erstmals unter weiblicher Führung über die Bühne. Neue Präsidentin der Chopin-Gesellschaft ist die österreichische Pianistin Donka Angatscheva, die das Festival von 13. bis 16. August verantwortet und damit die Nachfolge des langjährigen Gründers Theodor Kanitzer antritt.
Kanitzer, der kürzlich seinen 100. Geburtstag gefeiert hat, hatte die Chopin-Gesellschaft vor vier Jahrzehnten gegründet. Die Vereinigung widmet sich seither der Pflege des Werks von Frédéric Chopin und organisiert regelmäßig Veranstaltungen wie die Chopin-Gala und das Festival in der Region rund um Gaming.
Festival mit Konzerten in der Region
Das diesjährige Programm führt Musikerinnen und Musiker aus Europa, Südamerika und Asien nach Niederösterreich. Geplant sind unter anderem der Auftakt mit dem „Präludium im Dom des Erlauftals“ in Scheibbs, ein „Nocturno“ in der Barockbibliothek der Kartause Gaming sowie der musikalische Ausklang auf der Seebühne in Lunz am See.
Nach Angaben der Gesellschaft soll Angatscheva die Tradition mit „dem selben Feuer, aber einer neuen Handschrift“ fortführen. Unter ihrer Leitung soll auch der Frauenanteil bei den Auftritten steigen. Als Beispiel nennt die Gesellschaft das „erste Frauen Kammerorchester“, das heuer Teil des Programms ist.
Angatscheva will nach den Angaben der Chopin-Gesellschaft auch Menschen ansprechen, die sich von klassischen Konzerten bisher eher ferngehalten haben. Dafür soll das Festival stärker auf ein zugängliches, volksnahes Programm setzen, ohne den Schwerpunkt auf Chopins Musik aufzugeben.
Für das kommende Jahr ist bei der Chopin-Gala zudem eine erweiterte Form geplant: Neben dem Konzert soll auch ein Theateraspekt eingebunden werden, um Chopins Leben schauspielerisch nachzuzeichnen.









