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Altersgrenze für Eizelleneinsatz soll kommen

Redaktionelle Szene zum Thema „Altersgrenze für Eizelleneinsatz soll kommen“

Familienministerin Claudia Bauer (ÖVP) spricht sich für eine Altersgrenze beim Einsetzen befruchteter Eizellen aus. Sie solle zwischen 45 und 50 Jahren liegen, sagte Bauer mit Blick auf die geplante Neuregelung rund um das Einfrieren von Eizellen ohne medizinischen Grund.

Hintergrund ist ein gesetzlicher Umbruch in Österreich: Das bisherige Verbot, Eizellen ohne medizinische Indikation vorsorglich einfrieren zu lassen, fällt im kommenden Jahr. Spätestens bis zum 31. März 2027 muss eine neue Rechtslage stehen. Damit wird ein Bereich der Reproduktionsmedizin neu geregelt, der bislang nur eingeschränkt möglich war.

Die Debatte betrifft vor allem die Frage, bis zu welchem Alter eine Schwangerschaft durch künstliche Befruchtung medizinisch vertretbar sein soll. Eine Obergrenze beim Einsetzen von Eizellen würde für Frauen gelten, die später noch ein Kind bekommen wollen, und soll nach Ansicht von Bauer die rechtlichen Rahmenbedingungen klarer fassen.

In Österreich gehört die Fortpflanzungsmedizin seit Jahren zu jenen Themen, bei denen medizinische Möglichkeiten und gesellschaftliche Fragen eng zusammenhängen. Mit dem Wegfall des Verbots für das sogenannte Social Freezing entsteht nun zusätzlicher Regelungsbedarf. Neben der Altersgrenze dürfte dabei auch die Ausgestaltung der Verfahren eine Rolle spielen, wenn der Gesetzgeber die neue Rechtslage bis 2027 beschließt.

Der politische Zeitdruck ist hoch, weil die bestehende Regelung nicht mehr lange hält. Mit der Ankündigung einer Altersgrenze legt die Familienministerin bereits eine Richtung vor, bevor die Details der künftigen Gesetzgebung feststehen. Entscheidend wird nun sein, wie weit Parlament und Regierung die medizinische Freiheit einerseits und den Schutz vor Risiken andererseits austarieren.

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