Beim deutschen Sportwagenhersteller Porsche könnten nach einem Bericht des „Handelsblatts“ bis zu 4000 weitere Jobs wegfallen. Es gehe um einen zusätzlichen Stellenabbau über die bereits laufenden Kürzungen hinaus, hieß es unter Berufung auf Unternehmenskreise. Betroffen wären demnach vor allem Bereiche außerhalb der Produktion.
Porsche steht seit Monaten unter Druck. Der Konzern hatte bereits zuvor angekündigt, Stellen zu streichen und Kosten zu senken. Hintergrund sind unter anderem die schwächere Nachfrage in China, die teure Neuausrichtung auf Elektromobilität und der allgemeine Margendruck in der Autoindustrie. Gerade im Premiumsegment sind die Hersteller mit hohen Investitionen in neue Antriebe, Software und Batterietechnik konfrontiert.
Der mögliche zusätzliche Abbau würde den Sparzwang bei Porsche weiter verschärfen. Für den Konzern ist der Personalaufwand ein zentraler Kostenblock. Zugleich muss das Unternehmen in den kommenden Jahren weiter in die Umstellung der Modellpalette investieren. Die Lage bei Porsche gilt deshalb auch als Hinweis auf die Belastung der deutschen Autobranche insgesamt, die zwischen Absatzschwäche, Standortkosten und Transformationsdruck steht.
Für Beschäftigte und Standorte wäre ein neuer Abbau besonders heikel, weil bereits die bisherigen Einschnitte Unsicherheit ausgelöst haben. In der Branche wird derzeit verstärkt über Effizienzprogramme, neue Arbeitsmodelle und den Abbau von Überkapazitäten gesprochen. Bei Porsche dürfte nun vor allem entscheidend sein, wie groß der tatsächliche Personalbedarf nach den laufenden Anpassungen noch ist.









