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Was die Steuersenkung bei Grundnahrungsmitteln tatsächlich bringt

Redaktionelle Szene zum Thema „Was die Steuersenkung bei Grundnahrungsmitteln tatsächlich bringt“

Seit 1. Juli gelten in Österreich niedrigere Steuern auf Grundnahrungsmittel. Bei Brot, Eiern, Äpfeln und weiteren Produkten soll für Konsumenten damit am Ende weniger an der Kassa anfallen – wie viel tatsächlich bleibt, hängt aber stark vom Produkt und vom bisherigen Preisniveau ab.

Betroffen sind vor allem Waren des täglichen Bedarfs, die in vielen Haushalten regelmäßig im Einkaufswagen landen. Der Effekt der Senkung ist in Prozent zwar klar berechenbar, in Euro fällt er im Alltag jedoch unterschiedlich aus: Bei günstigen Lebensmitteln ist die Ersparnis klein, bei höherpreisigen Produkten kann sie etwas deutlicher ausfallen. Entscheidend ist, wie stark der Nettopreis im Handel weitergegeben wird.

Was Kunden im Supermarkt merken

Für Konsumenten bedeutet die Änderung zunächst vor allem eines: Die Steuerlast auf bestimmte Grundnahrungsmittel sinkt. Ob der niedrigere Satz vollständig im Regalpreis ankommt, hängt von der Preisgestaltung der Händler ab. In einem Marktumfeld mit ohnehin schwankenden Lebensmittelpreisen ist der Spielraum für sofort sichtbare Effekte begrenzt.

Gerade bei Brot, Eiern und Obst zeigt sich, dass die Ersparnis im Cent-Bereich bleiben kann. Wer regelmäßig einkauft, summiert das über den Monat zwar, der Unterschied ist aber meist kleiner, als politische Ankündigungen erwarten ließen. Für Haushalte mit knappen Budgets zählt dennoch jeder einzelne Euro.

Wirtschaftskammer warnt vor falscher Erwartung

WKÖ-Generalsekretär Jochen Danninger kritisiert in diesem Zusammenhang, gut gemeinte Eingriffe führten in der Praxis oft zum Gegenteil des Gewünschten. Aus Sicht der Wirtschaft sei bei Steuersenkungen auf Grundnahrungsmittel nicht nur die Entlastung der Konsumenten zu bedenken, sondern auch die Frage, wie sich die Maßnahme auf Handel, Kalkulation und das Preisgefüge auswirkt.

Die Debatte zeigt damit ein bekanntes Spannungsfeld: Politisch sollen Lebensmittel leistbarer werden, gleichzeitig reagieren Preise im Supermarkt nicht automatisch eins zu eins auf steuerliche Änderungen. Für Konsumenten bleibt daher vorerst vor allem die Frage, wie deutlich sich die Senkung im täglichen Einkauf tatsächlich bemerkbar macht.

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