Die EU und Mexiko haben die modernisierte Fassung ihres Handelsabkommens aus dem Jahr 2000 unterzeichnet. Nach zehn Jahren Verhandlungen soll das Abkommen den beiderseitigen Handel vereinfachen und den Zugang zu den Märkten auf beiden Seiten ausweiten.
Die Einigung ist auch vor dem Hintergrund der Handelspolitik der USA unter Präsident Donald Trump zu sehen. Dessen Kurs hatte in den vergangenen Jahren den Druck auf die EU erhöht, ihre Wirtschaftsbeziehungen mit anderen Partnern zu festigen und Lieferketten breiter abzusichern.
Das Abkommen zwischen der EU und Mexiko gilt als eines der älteren Handelswerke der Union mit einem größeren lateinamerikanischen Partner. Mit der Überarbeitung sollen nach EU-Angaben vor allem Zölle und Handelshemmnisse weiter reduziert werden. Für europäische Unternehmen eröffnet das neue Chancen etwa im Industrie- und Agrarhandel, während Mexiko einen besseren Zugang zum europäischen Markt erhält.
Mexiko zählt zu den wichtigsten Handelspartnern der EU in Lateinamerika. Für Brüssel ist die Modernisierung auch geopolitisch relevant: Die Union versucht, ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu verlässlichen Partnern außerhalb der USA und Chinas zu vertiefen. Für Mexiko wiederum ist das Abkommen ein Signal in einer Phase, in der das Land seine Exportmärkte diversifizieren will.
Mit der Unterzeichnung ist der politische Prozess abgeschlossen, die praktische Umsetzung hängt nun von den weiteren Schritten auf EU-Seite und in Mexiko ab. Das Abkommen war über Jahre hinweg wegen Detailfragen zu Marktöffnung, Investitionsschutz und Nachhaltigkeitsregeln verhandelt worden.









