Extrig.at

Die unabhängige Onlinezeitung für Österreich

Fellner spricht sich für Vorverlegung der Sommerferien aus

Redaktionelle Szene zum Thema „Fellner spricht sich für Vorverlegung der Sommerferien aus“

Der Kärntner Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) unterstützt den Vorstoß, die Sommerferien in Österreich um zwei Wochen vorzuziehen. Mit einer Verschiebung ließen sich Hitzetage in den Klassenzimmern besser vermeiden, zugleich würden die Herbstferien „mehr pädagogischen Sinn“ bekommen, hieß es in einer Aussendung am Montag.

Fellner schließt sich damit einer Debatte an, die vergangene Woche von der Wiener Bildungsstadträtin Bettina Emmerling (Neos) angestoßen worden war. Sie hatte sich angesichts der zunehmenden Zahl von Hitzetagen ebenfalls für eine Vorverlegung der Ferien ausgesprochen.

Der Kärntner Landeshauptmann argumentiert vor allem mit den Bedingungen in den Schulen während der heißen Monate. Unterricht in schlecht klimatisierten Räumen werde bei hohen Temperaturen zunehmend zur Belastung für Kinder und Lehrkräfte, lautet der Kern der Begründung. Eine frühere Ferienordnung könnte diese Phase verkürzen.

Die Idee ist politisch nicht neu, gewinnt aber vor dem Hintergrund häufiger Hitzewellen wieder an Gewicht. Für eine Änderung des bundesweit einheitlichen Ferienkalenders wäre allerdings eine Abstimmung auf mehreren Ebenen nötig. Betroffen wären nicht nur die Schulen, sondern auch Tourismus, Familienorganisation und die Arbeitszeitplanung in den Sommermonaten.

Ob der Vorstoß über die aktuelle Debatte hinaus konkrete Schritte auslöst, bleibt vorerst offen. Fellners Wortmeldung erhöht aber den Druck auf die Bildungspolitik, sich mit der bisherigen Ferienordnung und deren Anpassung an klimatische Veränderungen auseinanderzusetzen.

Diesen Artikel teilen