In der Nacht auf den 30. Juni ist über Österreich ein besonders auffälliger Vollmond zu sehen: Der sogenannte Erdbeer-Mond erscheint groß und rötlich am Himmel. Der Name hat allerdings nichts mit der Farbe zu tun, sondern stammt aus einer traditionellen Bezeichnung für den Juni-Vollmond.
Als Erdbeer-Mond wird in vielen Regionen der Vollmond im Juni bezeichnet. Astronomisch unterscheidet sich dieser Vollmond nicht grundsätzlich von anderen, doch seine tiefe Stellung über dem Horizont kann ihn besonders eindrucksvoll wirken lassen. Dann erscheint der Mond oft größer, und sein Licht wirkt durch die dickere Luftschicht am Horizont gelblicher bis rötlicher.
Kein Hinweis auf die Farbe
Der Begriff Erdbeer-Mond geht auf alte Monatsbezeichnungen zurück und beschreibt nicht die tatsächliche Färbung des Mondes. Die Bezeichnung wurde in Nordamerika populär und steht traditionell für den Vollmond im Frühsommer, wenn vielerorts Erdbeeren reif werden. Mit dem Aussehen des Himmelskörpers hat der Name daher nichts zu tun.
Dass der Mond in dieser Phase besonders hell und groß wahrgenommen wird, liegt an der Kombination aus der Mondbahn und den atmosphärischen Bedingungen. Wenn der Vollmond niedrig am Himmel steht, streut die Atmosphäre das Licht stärker. Dadurch verändert sich der Farbeindruck, während die bekannte Mondscheibe für Beobachterinnen und Beobachter oft eindrucksvoller erscheint als sonst.
Beobachtung in klarer Nacht am besten
Für die Sicht auf den Erdbeer-Mond sind klare Wetterbedingungen entscheidend. Besonders gut lässt er sich an Orten mit freiem Blick nach Osten und Süden beobachten, fern von starker Lichtverschmutzung. Wer den Vollmond fotografieren will, sollte den Zeitpunkt seines Aufgangs im Blick behalten: Dann wirkt er wegen der sogenannten Mondtäuschung oft am größten.
Der Erdbeer-Mond markiert zugleich den letzten Vollmond des meteorologischen Frühsommers im Juni. Für Himmelsbeobachter bietet er damit nicht nur ein optisches Schauspiel, sondern auch einen der bekanntesten Vollmonde des Jahres.









