US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard will ihr Amt zum 30. Juni niederlegen. Als Grund nannte sie die schwere Erkrankung ihres Ehemannes, der an einer seltenen Form von Knochenkrebs leidet. Gabbard teilte mit, sie müsse sich aus dem öffentlichen Dienst zurückziehen, um an seiner Seite zu sein und ihn in diesem Kampf voll zu unterstützen.
Mit ihrem Schritt verlässt eine der zentralen Sicherheitsverantwortlichen der US-Regierung die Spitze der Nachrichtendienste. Als Direktorin der National Intelligence stand Gabbard an der Spitze der US-Geheimdienste und war wichtigste Beraterin des Präsidenten in nachrichtendienstlichen Fragen. Das Amt hatte sie zu Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit im Jahr 2025 übernommen.
In den vergangenen Wochen waren Gabbard und Trump öffentlich nicht in allen Fragen auf derselben Linie, vor allem im Umgang mit Iran. Trump hatte ihre Haltung zur Urananreicherung als gemäßigter beschrieben als seine eigene, zugleich aber betont, dies bedeute nicht, dass sie für das Amt ungeeignet sei.
Gabbard dankte Trump in ihrem Rücktrittsschreiben für das ihr entgegengebrachte Vertrauen. Trump bestätigte den Abgang und schrieb in seinem Netzwerk Truth Social, Gabbard werde die US-Administration am 30. Juni verlassen. Ihr Stellvertreter Aaron Lukas soll die Funktion übernehmen.
Gabbard, die aus dem politischen Umfeld der Demokraten kam und später zu Trump auf Distanz beziehungsweise in seine Nähe rückte, gehörte zu den auffälligen Personalien in seiner zweiten Amtszeit. Ihr Abgang dürfte daher auch in der sicherheitspolitischen Koordination der Regierung Gewicht haben, zumal die US-Nachrichtendienste in mehreren internationalen Krisen gefordert sind.









