Die österreichischen Universitäten müssen sich ab 2028 auf weniger Geld einstellen. Das vereinbarte Uni-Budget bleibt zwar bis einschließlich 2027 abgesichert, in der folgenden Leistungsvereinbarungsperiode ist jedoch mit Einsparungen zu rechnen. Nach Jahren steigender Mittel enden damit die finanziell komfortablen Rahmenbedingungen an den Hochschulen.
Betroffen ist die gesamte öffentliche Hochschullandschaft, die ihre Finanzierung in Österreich über mehrjährige Leistungsvereinbarungen mit dem Bund erhält. Diese Planungssicherheit gilt noch für die laufende Periode bis 2027. Danach soll der Spielraum enger werden, auch wenn die Kürzungen laut Ausgangslage auf einem weiterhin hohen Niveau ansetzen.
Für die Universitäten kommt das in einer Phase, in der die Kosten seit Jahren steigen. Personal, Energie, Infrastruktur und der laufende Betrieb haben die Budgets zuletzt ohnehin unter Druck gesetzt. Gleichzeitig verweisen Hochschulen regelmäßig auf wachsende Studierendenzahlen, mehr Betreuungsaufwand und die Notwendigkeit, im internationalen Wettbewerb Schritt zu halten.
Politisch ist der Schritt auch deshalb brisant, weil er die Debatte über die Prioritäten im Bundesbudget verschärft. Nach den Pensionisten stehen nun die Unis im Fokus von Einsparungen. Das Signal ist klar: Die Regierung will zwar nicht abrupt kürzen, die Aufwärtsspirale bei den Ausgaben soll aber gestoppt werden.
Wie stark die einzelnen Universitäten tatsächlich betroffen sein werden, hängt von der konkreten Ausgestaltung der künftigen Budgetrunde ab. Entscheidend wird sein, ob es nur geringere Zuwächse gibt oder ob bereits nominelle Kürzungen vorgesehen werden. Für die Hochschulen beginnt damit jedenfalls die Vorbereitung auf deutlich engere finanzielle Rahmenbedingungen ab 2028.









