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Haftstrafen nach Tod einer Hamburger Familie in Istanbul

Redaktionelle Szene zum Thema „Haftstrafen nach Tod einer Hamburger Familie in Istanbul“

Ein Gericht in Istanbul hat nach dem Tod einer Familie aus Hamburg in einem Hotel wegen des Einsatzes eines hochgiftigen Insektizids hohe Haftstrafen verhängt. Der Hotelbesitzer wurde zu 13 Jahren und vier Monaten verurteilt, der Inhaber der Schädlingsbekämpfungsfirma zu 18 Jahren Haft.

Nach den Feststellungen des Gerichts starben die Angehörigen der Familie Böcek durch unsachgemäß eingesetzte Chemikalien gegen Bettwanzen. Die Ermittler gingen davon aus, dass das Insektizid in dem Hotel falsch angewendet worden war. Die Verurteilungen betreffen damit nicht nur die Betreiber des Hauses, sondern auch die Firma, die für die Schädlingsbekämpfung zuständig war.

Der Fall hatte über die Türkei hinaus Aufmerksamkeit ausgelöst, weil die Opfer aus Deutschland stammten und der tödliche Vorfall in einem Hotel in Istanbul geschah. Für die türkische Justiz ist das Urteil ein scharfes Signal in einem Verfahren, das die Verantwortung von Hotelbetreibern und Dienstleistern bei der Anwendung gefährlicher Chemikalien beleuchtet.

Im Zentrum steht der Vorwurf, dass ein Mittel gegen Bettwanzen nicht fachgerecht eingesetzt wurde und dadurch eine tödliche Vergiftung entstand. Das Gericht sah die Schuld der beiden Hauptangeklagten als so schwerwiegend an, dass es Freiheitsstrafen im mehrjährigen Bereich verhängte.

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