Nach einer Gewaltattacke im Umfeld des 140. Stiftungsfests der Burschenschaft Leder in Leoben ziehen Universität und Stadt Konsequenzen: Künftig soll die Verbindung bei offiziellen Veranstaltungen ausgeschlossen werden. Auslöser ist ein Vorfall am Freitag, bei dem ein Taxifahrer nach eigenen Angaben Fahrgäste mit „Sieg Heil“-Rufen aus dem Wagen geworfen und danach verprügelt und getreten worden sein soll.
Der Angriff hat auch die steirische FPÖ unter Druck gebracht. In der Landespartei herrscht seit Tagen Unruhe, nachdem Mitte Mai zwei Jungpolitiker wegen „systematischer Illoyalität“ ausgeschlossen worden waren. Der Vorfall in Leoben kommt für die Freiheitlichen zur Unzeit, zumal in ihren Reihen zahlreiche Burschenschafter aktiv sind.
Vorfall am Kirchtag mit FPÖ-Bezug
Am dritten Tag des Stiftungsfestes soll es am Leobner Kirchtag zudem zu einem weiteren Zwischenfall rund um FPÖ-Klubobmann Marco Triller gekommen sein. Nach den vorliegenden Angaben steht dieser Vorfall im Zusammenhang mit den innerparteilichen Spannungen in der steirischen FPÖ.
Die Burschenschaft Leder, die in Leoben ihr 140. Stiftungsfest beging, gerät damit erneut in den Fokus. Bereits Fotos vom Fest sorgten für Irritationen, nachdem ein Teilnehmer das Symbol für „White Power“ gezeigt haben soll.
Die Entscheidung von Uni und Stadt markiert nun eine klare Abgrenzung von der Verbindung. Mit dem Ausschluss aus dem Kreis offizieller Partner reagieren die Verantwortlichen auf die Eskalation rund um das Fest und den öffentlichen Druck nach dem Gewaltvorfall.









