In immer mehr Billa- und Billa-Plus-Filialen wird es ab 24. Juni für eine Stunde pro Woche deutlich ruhiger. Die Rewe-Tochter weitet die sogenannte „Stille Stunde“ auf zumindest eine Filiale pro Bezirk in ganz Österreich aus. Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen mit Autismus, ADHS oder andere reizempfindliche Personen.
Während dieser Zeit werden in den betroffenen Märkten unter anderem Lautsprecherdurchsagen, Musik und weitere akustische Reize reduziert. Ziel ist es, den Einkauf für Menschen zu erleichtern, die auf Lärm, Hektik oder grelles Licht besonders sensibel reagieren.
Mit dem Schritt reagiert Billa auf ein Thema, das im Handel zuletzt stärker beachtet wurde: Barrierefreiheit im Alltag. Gerade Supermärkte zählen für viele Menschen zu den belastendsten Umgebungen, wenn Reize nur schwer auszublenden sind. Eine ruhige Einkaufsstunde kann daher eine spürbare Entlastung sein, ohne den regulären Betrieb grundsätzlich zu verändern.
Für den Lebensmittelhandel ist das Konzept auch ein Signal in Richtung Inklusion und Kundenbindung. Immer mehr Unternehmen prüfen Angebote, die über klassische Serviceleistungen hinausgehen und bestimmte Kundengruppen gezielt ansprechen. Bei Billa soll die „Stille Stunde“ nun flächendeckender verfügbar sein als bisher.
Die Umsetzung in zumindest einer Filiale pro Bezirk macht das Angebot österreichweit leichter zugänglich. Für Betroffene bedeutet das mehr Planbarkeit beim Einkaufen – und die Möglichkeit, Zeiten mit möglichst wenig Reizen gezielt zu nutzen.









