Ab Herbst sollen suspendierte Schülerinnen und Schüler in Österreich nicht mehr einfach für einige Tage vom Unterricht fernbleiben, sondern gezielt begleitet werden. Die Zahl der Suspendierungen ist zuletzt gestiegen. Im vergangenen Schuljahr wurden österreichweit rund 2190 Schülerinnen und Schüler vorübergehend vom Unterricht ausgeschlossen.
Die geplante Suspendierungsbegleitung soll verhindern, dass betroffene Jugendliche in den Tagen oder Wochen der Suspendierung weiter aus dem schulischen System herausfallen. Statt einer bloßen Unterbrechung des Schulbesuchs soll es eine pädagogische Betreuung geben, mit der Rückkehr in den Unterricht vorbereitet werden soll.
Auch in Wien zeigt sich der Trend nach oben. Dort wurden im Schuljahr 2024/25 insgesamt 784 Schülerinnen und Schüler suspendiert, nach 756 im Schuljahr davor. Zuletzt sorgte etwa der Fall von drei Schülern eines Wiener Gymnasiums für Aufsehen, die nach Angaben aus dem Schulbereich über Monate herabsetzende Videos über Lehrpersonen angefertigt und aus dem Unterricht live gestreamt hatten.
Umsetzung in den Bundesländern unterschiedlich weit
Wie die neue Begleitung konkret organisiert wird, ist in den Ländern derzeit noch sehr unterschiedlich vorbereitet. Die Pläne befinden sich in höchst verschiedenen Stadien, was die Umsetzung ab Herbst erschweren könnte. Klar ist damit vor allem: Die Maßnahme soll bundesweit kommen, die Details werden aber regional noch ausgearbeitet.
Hintergrund der Neuerung ist die steigende Zahl an Suspendierungen an Österreichs Schulen. Betroffen sind meist Fälle, in denen das Verhalten von Schülern den Unterricht massiv stört oder Lehrkräfte und Mitschüler gefährdet werden. Mit der Begleitung soll nun ein pädagogischer Anschluss an die Suspendierung geschaffen werden, damit der Wiedereinstieg in den Schulalltag besser gelingt.









