Der österreichische Schriftsteller Norbert Gstrein wird mit dem Siegfried-Lenz-Preis 2026 ausgezeichnet. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis geht damit an einen Autor, den die Jury für seine eigenständige Auseinandersetzung mit der klassischen Moderne würdigt. Verliehen wird die Auszeichnung am 11. September im Hamburger Rathaus, die Laudatio hält Daniel Kehlmann.
Gstrein wurde 1961 in Mils bei Imst in Tirol geboren und lebt heute in Hamburg. Die Entscheidung der Siegfried-Lenz-Stiftung unterstreicht die anhaltende Präsenz des Autors im deutschsprachigen Literaturbetrieb. Zuletzt erschien im Hanser Verlag der Roman „Als ich jung war“ im Jahr 2019.
Nach Angaben der Stiftung knüpft Gstrein „eigenständig an die Literatur der klassischen Moderne an“ und entwickle deren Motive und Themen konsequent weiter. Der Preis erinnert an den 2014 gestorbenen Schriftsteller Siegfried Lenz, einen der prägenden deutschen Erzähler der Nachkriegszeit.
Mit der Auszeichnung reiht sich Gstrein in eine Liste namhafter Preisträgerinnen und Preisträger ein, die für literarische Eigenständigkeit und erzählerische Präzision geehrt werden. Die Verleihung im Hamburger Rathaus zählt zu den wichtigen Terminen im deutschsprachigen Literaturherbst.









