Der italienische Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa wird im kommenden Jahr auch durch Österreich fahren. Die Verbindung soll Mailand und Rom mit München verknüpfen und damit erstmals auf einer grenzüberschreitenden Route österreichisches Staatsgebiet berühren.
Trenitalia-Chef Luigi Corradi Strisciuglio bestätigte den geplanten Ausbau am Sonntag laut Medienberichten. Die Frecciarossa-Züge der italienischen Staatsbahn FS verkehren damit künftig nicht mehr nur innerhalb Italiens, sondern sollen verstärkt im Ausland eingesetzt werden.
Für Österreich bedeutet die neue Verbindung vor allem zusätzliche internationale Kapazitäten im Bahnverkehr zwischen Italien und Deutschland. Der Markt für grenzüberschreitende Schienenverbindungen wächst seit Jahren, zugleich stehen die Anbieter unter Druck, auf langen Distanzen konkurrenzfähige Reisezeiten und verlässliche Anschlüsse anzubieten.
Die Strecke Mailand–München zählt zu den wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen im europäischen Bahnverkehr. Mit der geplanten Durchfahrt durch Österreich wird die Route auch für den heimischen Verkehr relevanter, weil sie zusätzliche Verbindungen auf dem Transitkorridor im Alpenraum schafft. Trenitalia verfolgt damit auch das Ziel, sich auf Märkten außerhalb Italiens stärker zu etablieren.









