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Gmünd ringt weiter mit Spitals-Aus und geplanter Gesundheitsklinik

Redaktionelle Szene zum Thema „Gmünd ringt weiter mit Spitals-Aus und geplanter Gesundheitsklinik“

In Gmünd hält die Verunsicherung über das geplante Ende des Spitals an. Das Land Niederösterreich will den Standort durch eine Gesundheitsklinik mit Tagesklinik ersetzen, gleichzeitig formiert sich weiter Widerstand in der Bevölkerung. Bei einer Informationsveranstaltung am Samstag versuchten Land und Landesgesundheitsagentur, die Sorgen zu dämpfen.

Spätestens im kommenden Frühjahr soll nach den Plänen des Landes der Bau der Gesundheitsklinik Gmünd starten. Landesrat Anton Kasser (ÖVP) verteidigte das Vorhaben und sprach von einem erweiterten Angebot. Die geplante Tagesklinik biete etwa ein Chronikerzentrum für Patienten mit wiederkehrendem Behandlungsbedarf. Lediglich eine Bettenstation werde es nicht mehr geben, ansonsten sei das Klinikum ein „Vollversorger“, sagte Kasser.

Auch die Landesgesundheitsagentur (LGA) bemühte sich um Beruhigung. Vorständin Elisabeth Bräutigam betonte, es handle sich nicht um Privatmedizin. Patienten müssten nichts bezahlen; die Sorgen angesichts der Änderungen seien berechtigt und müssten offen besprochen werden.

Vor dem Palmenhaus in Gmünd versammelten sich am Samstag Gegner der Pläne. Der Verein „LKGmündbleibt“ hält am Ziel fest, dass das Spital erhalten bleibt. Obfrau Tamara Schönsgibl machte deutlich, dass es aus Sicht der Initiative nur dann Gespräche an einem Tisch geben könne, wenn der Wille erkennbar sei, das Spital zu bewahren. Der Verein warb am Stadtplatz zugleich dafür, dass die Stadt gegen das Spitals-Aus klagen solle.

Bei vielen Menschen in Gmünd bleibt die Skepsis groß. Josef Schröfl sagte, er glaube nicht, dass sich das Gesundheitssystem in Zukunft verbessern werde. Christine Schröfl kritisierte, man solle sich an das halten, was versprochen worden sei; die Versorgung bleibe zwar aufrecht, tatsächlich werde aber „nur mehr heruntergewirtschaftet“.

Kasser räumte zugleich Kommunikationsprobleme ein. Man hätte das Vorhaben schneller erklären müssen, sagte der Landesrat. An der grundsätzlichen Entscheidung ändere das aber nichts: Die Gesundheitsklinik sei fix. Ende Juni steht in Gmünd eine Volksbefragung über eine mögliche Klage der Stadt bevor, die vom Verein „LKGmündbleibt“ angestoßen wurde.

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