Der Iran hat Israel am Sonntagabend nach einer rund zweimonatigen Waffenruhe wieder mit mehreren Raketenwellen angegriffen. Israelische Behörden riefen die Bevölkerung zu Schutzmaßnahmen auf, während das Militär nach eigenen Angaben auf die Angriffe reagierte.
Teheran begründete die Attacke mit einem israelischen Angriff auf Beirut, der nach iranischer Darstellung „alle roten Linien überschritten“ habe. Der Beschuss markiert eine erneute Zuspitzung der Spannungen zwischen beiden Staaten, die sich zuletzt trotz der Waffenruhe nicht grundlegend beruhigt hatten.
Israel kündigte umgehend eine weitere militärische Antwort an. Damit wächst die Gefahr einer neuen Eskalationsspirale im Nahen Osten, die auch die ohnehin fragile Sicherheitslage in der Region weiter belasten könnte.
US-Präsident Donald Trump rief beide Seiten zur Deeskalation auf und versuchte zugleich, Israel von Vergeltungsschlägen abzubringen. Washington bemüht sich seit Monaten, eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern, nachdem sich die Auseinandersetzungen zwischen Israel und dem Iran wiederholt über Stellvertretergruppen und direkte Angriffe zugespitzt hatten.
Der erneute Raketenangriff folgt auf eine Phase relativer Ruhe seit April und zeigt, wie schnell der Konflikt zwischen den beiden Erzfeinden wieder in offene Gewalt umschlagen kann. Für Israel steht nach den Angriffen nun erneut die Frage im Raum, wie hart es militärisch reagieren will, ohne einen noch größeren regionalen Konflikt auszulösen.









