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Armin Wolf kritisiert FPÖ-Facebookseite als „rassistische Fake-News-Schleuder“

Redaktionelle Szene zum Thema „Armin Wolf kritisiert FPÖ-Facebookseite als „rassistische Fake-News-Schleuder““

Wenige Tage vor der Entscheidung über die künftige ORF-Spitze hat „ZiB 2“-Moderator Armin Wolf mit einer scharfen Wortmeldung für Aufsehen gesorgt. Er bezeichnete eine Facebookseite, die der FPÖ zugerechnet wird, als „rassistische Fake-News-Schleuder“. Auslöser war eine Zuspitzung im ohnehin aufgeheizten Umfeld vor der Wahl des neuen ORF-Generaldirektors am kommenden Donnerstag.

Die Aussagen fallen in eine Phase, in der die Neubesetzung der ORF-Spitze politisch besonders sensibel ist. Der Wahltermin gilt als richtungsweisend für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der seit Monaten im Spannungsfeld zwischen Parteipolitik, Reformdruck und Debatten über Unabhängigkeit steht. Dass sich nun ausgerechnet einer der bekanntesten ORF-Moderatoren so deutlich einmischt, verleiht dem Streit zusätzliche Brisanz.

Armin Wolf ist seit Jahren eine der profiliertesten Stimmen des Senders und gilt mit seinen Interviews in der „ZiB 2“ als besonders konfrontationsstark. Seine Wortmeldung ist deshalb mehr als ein spontaner Online-Ausfall: Sie trifft eine politische Landschaft, in der der Umgang mit Medien, Migration und Desinformation längst selbst zum Wahlkampfthema geworden ist. Gerade die FPÖ steht regelmäßig wegen harter Sprache in sozialen Medien und gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Kritik.

Die Zuspitzung zeigt auch, wie sehr die bevorstehende Entscheidung im ORF die politischen Lager bewegt. Wer künftig an der Spitze des Senders steht, wird nicht nur über Personalfragen entscheiden, sondern auch über die künftige Tonlage im Verhältnis zwischen ORF, Regierung und Opposition. Dass diese Auseinandersetzung inzwischen offen über soziale Medien geführt wird, verdeutlicht die angespannte Stimmung vor der Wahl.

Der ORF-General wird vom Stiftungsrat gewählt. Der Posten gilt als einer der einflussreichsten im österreichischen Medienbetrieb, weil er die strategische Ausrichtung des Hauses in den kommenden Jahren prägen kann. Entsprechend aufmerksam werden auch öffentliche Interventionen aus dem Sender selbst registriert. Wolfs Wortwahl dürfte die politische Debatte rund um die ORF-Zukunft damit weiter befeuern.

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