Das Freiwillige Sozialjahr (FSJ) wird in Niederösterreich am stärksten genutzt: 730 der rund 1.900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen 2025 aus dem Bundesland. Dahinter folgen Wien mit 352 und Oberösterreich mit 243 Freiwilligen. Die Zahl der jungen Menschen im FSJ ist damit weiter gestiegen, nachdem im Jahr davor rund 1.700 Personen teilgenommen hatten.
Die aktuellen Zahlen gehen auf eine parlamentarische Anfrage der FPÖ an Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) zurück. Demnach ist das FSJ seit seiner gesetzlichen Verankerung im Jahr 2012 deutlich gewachsen. Vorher machten lediglich 300 bis 400 Personen pro Jahr ein solches Jahr im Sozialbereich. Das Programm richtet sich an junge Menschen ab 17 Jahren, bei besonderer Eignung auch früher, und dauert zwischen sechs und zwölf Monaten.
Am häufigsten waren die Freiwilligen zuletzt im Rettungswesen eingesetzt. Danach folgen die Sozial- und Behindertenhilfe sowie die Betreuung von Kindern und älteren Menschen. 75 Prozent der Teilnehmenden gaben bei einer Evaluierung an, dass sie später im Sozialbereich arbeiten wollen. Das Durchschnittsalter lag bei 19 Jahren.
Auch aus Sicht der Träger ist das FSJ ein Rekrutierungsweg für künftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Beim Roten Kreuz bleibt nach dem Freiwilligen Sozialjahr knapp die Hälfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiter für die Organisation tätig. Formal ist das FSJ ein Ausbildungsverhältnis. Es gibt ein monatliches Taschengeld von 550 Euro, bis zum Alter von 24 Jahren kann zusätzlich Familienbeihilfe bezogen werden.
Für das Freiwillige Sozialjahr stehen laut Freiwilligengesetz jährlich maximal 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Männer können sich ein mindestens zehnmonatiges FSJ auf den Zivildienst anrechnen lassen. Wie oft das tatsächlich geschieht, ist in der vorliegenden Auswertung nicht beziffert.









