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Ried vor Play-off-Finale gegen Rapid: Kräfte schwinden, Europacup bleibt möglich

Redaktionelle Szene zum Thema „Ried vor Play-off-Finale gegen Rapid: Kräfte schwinden, Europacup bleibt möglich“

Die SV Ried geht mit knappen Kräften in das Play-off-Finale um einen Europacup-Platz gegen Rapid Wien. Nach dem 2:1-Sieg im Halbfinale gegen den WAC am Dienstag stehen für die Innviertler am Freitag das Heimspiel und am Pfingstmontag das Rückspiel in Wien an. Es ist die Chance auf die erste Europacup-Teilnahme seit 2012.

Trainer Maximilian Senft sprach nach dem Kraftakt offen von der Belastung seiner Mannschaft. „Wir sind schon sehr am Zahnfleisch unterwegs ehrlicherweise“, sagte er. Zugleich kündigte er an, dass das Team „jedes Prozent rauskitzeln“ werde, das noch möglich sei. Ried hatte den WAC erst in der Nachspielzeit bezwungen, als Kingstone Mutandwa mit seinem zweiten Treffer den Einzug ins Finale sicherte und eine Verlängerung verhinderte.

Für Ried kommt der Showdown mit Rapid nach einer ungewöhnlich kurzen Regenerationszeit. Während die Oberösterreicher nur wenig Pause hatten, hat Rapid vor dem Hinspiel deutlich länger Zeit zur Vorbereitung. Senft sieht den Gegner deshalb im Vorteil, verwies aber zugleich darauf, dass der Druck in Wien größer sei. „Wir haben das europäische Geschäft nicht unbedingt einkalkuliert – in Wien ist das ein bisschen anders“, sagte der Ried-Trainer.

Die Rieder nehmen aus der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga aber auch sportlichen Rückenwind mit. Senft lobte die Entwicklung seiner Mannschaft im spielerischen Bereich. Besonders zwischen den Sechzehnern habe sein Team „ein extrem gutes Kombinationsspiel“ gezeigt. Das Finale gegen Rapid sei deshalb auch eine verdiente Belohnung für die jüngste Entwicklung.

Im Mittelpunkt steht zudem Mutandwa, der sein Ligatorekonto mit dem Treffer gegen den WAC auf 16 ausbaute. Damit ist der Angreifer Rieds Rekordtorschütze in einer Bundesliga-Saison. Für Rapid muss er damit zum nächsten Schlüsselspieler werden, zumal die Wiener im Play-off-Finale ihrer Favoritenrolle gerecht werden wollen.

Ried-Kapitän Andreas Leitner sprach mit Blick auf das Heimspiel von einem besonderen Abend. „Ein schöneres Heimspiel gibt es von den Voraussetzungen her nicht“, sagte er vor dem Duell mit den Hütteldorfern. Für die Innviertler geht es nun um zwei Partien, die die Saison verlängert haben – und im besten Fall mit dem Sprung nach Europa enden.

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