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Österreich zieht in den UNO-Sicherheitsrat ein, Deutschland geht leer aus

Redaktionelle Szene zum Thema „Österreich zieht in den UNO-Sicherheitsrat ein, Deutschland geht leer aus“

Österreich hat sich bei der Wahl in der UNO-Generalversammlung in New York einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat gesichert und sich dabei klar gegen Deutschland durchgesetzt. Auch Portugal erhielt am Mittwoch einen Platz im mächtigen UNO-Gremium, Deutschland verfehlte die notwendige Mehrheit.

Die Wahl gilt für die Periode 2027/28. Österreich, Deutschland und Portugal hatten sich um die zwei für die westliche Staatengruppe reservierten Sitze beworben. Für Österreich ist es erst der vierte Einzug in den Sicherheitsrat nach früheren Mitgliedschaften in den Jahren 1973/74, 1991/92 und 2009/10.

Der UNO-Sicherheitsrat zählt zu den zentralen Organen der Vereinten Nationen. Er kann mit Resolutionen verbindliche Beschlüsse fassen, Sanktionen verhängen und Friedensmissionen mandatieren. Ständige Mitglieder mit Vetorecht sind die USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien; die nichtständigen Sitze werden von der Generalversammlung gewählt.

Für Österreich ist der Sitz auch ein außenpolitisches Signal. Wien bewirbt sich regelmäßig um Rollen in internationalen Organisationen und verweist dabei auf seine Tradition als Sitz zahlreicher UNO-Einrichtungen. Der Erfolg in New York stärkt diese Linie und verschafft Österreich für zwei Jahre mehr Gewicht in Fragen von Frieden, Sicherheit und Diplomatie.

Deutschland hatte ebenfalls auf einen Sitz gehofft, blieb diesmal aber ohne Erfolg. Die Wahl zeigt damit auch den Wettbewerb innerhalb der westlichen Staatengruppe, in der mehrere Staaten um die wenigen verfügbaren Plätze ringen. Portugal konnte sich neben Österreich durchsetzen und wird ebenfalls ab 2027 im Sicherheitsrat vertreten sein.

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