Nach dem ersten österreichischen Bericht zu Phishing-Betrug fordert die SPÖ strengere Schutzmaßnahmen und will Banken bei Betrugsfällen stärker zur Kasse bitten. Seit dem Jahr 2023 wurden 717 Fälle dokumentiert. Betroffen sind laut Bericht vor allem Frauen, die Mehrheit der Opfer ist über 50 Jahre alt.
SPÖ-Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig dringt auf ein schärferes Vorgehen gegen die Betrugsmasche. Der Bericht zeigt zugleich, dass die Banken unterschiedlich kooperativ sind. Genau an diesem Punkt setzt die Forderung der SPÖ an: Finanzinstitute sollen bei solchen Fällen mehr Verantwortung übernehmen.
Phishing-Betrug zählt zu den Formen des Onlinebetrugs, bei denen Täter mit gefälschten Nachrichten oder Webseiten an sensible Daten kommen wollen. Der nun vorliegende Bericht macht nach Angaben der SPÖ sichtbar, dass die Zahl der Fälle steigt und die Opferstruktur klar erkennbar ist. Besonders häufig betroffen sind demnach Frauen über 50.
Die Partei will daraus Konsequenzen für den Umgang mit Betrugsfällen ziehen. Welche konkreten Schritte vorgesehen sind, wurde in den vorliegenden Angaben nicht ausgeführt. Klar ist aber, dass die SPÖ den Druck auf Banken erhöhen will, wenn Kundinnen und Kunden durch Phishing geschädigt werden.
Der Bericht ist der erste dieser Art in Österreich. Er dient damit auch als Grundlage für die politische Debatte über Schutzmechanismen im digitalen Zahlungsverkehr und über die Frage, wie weit die Verantwortung der Banken im Fall von Betrug reichen soll.









