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Bauernbund-Chef warnt vor existenzbedrohender Lage in der Landwirtschaft

Redaktionelle Szene zum Thema „Bauernbund-Chef warnt vor existenzbedrohender Lage in der Landwirtschaft“

Steigende Kosten, sinkende Erzeugerpreise und die anhaltende Trockenheit setzen die heimische Landwirtschaft nach Angaben von Bauernbund-Obmann Stephan Pernkopf massiv unter Druck. Pernkopf sprach in einem TV-Interview von einer „mehr als angespannten“ Lage; für manche Betriebe sei sie bereits existenzbedrohend. Er forderte zugleich weniger Bürokratie, mehr Unterstützung für Bauern und strengere Regeln für Billigimporte aus dem Ausland.

Pernkopf sieht die Bauern in einer Situation, in der kurzfristige Entlastung notwendig sei. Der Bauernbund-Chef verwies auf die gleichzeitige Belastung durch höhere Aufwendungen und schlechtere Erlöse und stellte in Aussicht, dass viele Betriebe ohne zusätzliche Hilfe weiter unter Druck geraten könnten. „Wir brauchen jede Unterstützung“, sagte er sinngemäß.

Dürre verschärft die Probleme

Zusätzlich belastet die Trockenheit die landwirtschaftliche Produktion. Vor allem in Regionen, in denen Niederschläge länger ausbleiben, verschärft sich der Druck auf Erträge und Futterversorgung. Für Betriebe, die bereits mit niedrigen Margen arbeiten, kommen damit mehrere Risikofaktoren zusammen: höhere Kosten, schwächere Preise und wetterbedingte Ausfälle.

Pernkopf verlangte deshalb auch politische Gegenmaßnahmen. Aus seiner Sicht braucht es weniger administrative Hürden und einen stärkeren Schutz vor Importen, die zu deutlich niedrigeren Standards oder Preisen auf den Markt kommen. Der Bauernbund drängt seit Langem auf bessere Wettbewerbsbedingungen für heimische Produzenten, die sich mit steigenden Energie-, Betriebs- und Finanzierungskosten konfrontiert sehen.

Auch die ÖVP im Blick

Neben der Lage der Landwirtschaft war im Gespräch auch die Situation der ÖVP Thema. Pernkopf äußerte sich damit in einer Phase, in der die Partei unter erheblichem politischen Druck steht und agrarpolitische Fragen für die eigene Kernwählerschaft besonders sensibel sind. Die Debatte über Unterstützung für Bauern fällt damit in eine Zeit, in der wirtschaftliche Belastungen am Land auch parteipolitisch relevant sind.

Die Forderung nach Entlastung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem viele Betriebe ihre wirtschaftliche Planung neu ausrichten müssen. Ob und in welchem Umfang zusätzliche Hilfen oder neue Regeln für Importe kommen, bleibt vorerst offen. Für die Landwirte steht laut Pernkopf jedenfalls fest: Ohne rasche Unterstützung werde die Lage für viele Betriebe noch schwieriger.

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