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Einigung in der Elektroindustrie verhindert Streik

Redaktionelle Szene zum Thema „Einigung in der Elektroindustrie verhindert Streik“

In der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie ist am Donnerstagabend ein Arbeitskampf in letzter Minute abgewendet worden. Arbeitgeber und Gewerkschaften einigten sich in der fünften Verhandlungsrunde auf einen neuen Kollektivvertrag, nachdem zuvor Betriebsversammlungen und Streikdrohungen den Druck erhöht hatten.

Nach Angaben beider Seiten steigen die Ist-Löhne und -Gehälter um 1,85 Prozent plus 22 Euro. Laut Gewerkschaften entspricht das je nach Einkommen einer Erhöhung von bis zu 2,7 Prozent. Damit fällt die Abschlusshöhe für viele Beschäftigte höher aus als die reine Prozentzahl vermuten lässt, weil der Fixbetrag vor allem bei niedrigeren und mittleren Einkommen stärker wirkt.

Auch die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter, die Lehrlingseinkommen sowie Zulagen und Aufwandsentschädigungen werden um drei Prozent angehoben. Betroffen ist damit die gesamte Bandbreite der Branche, die in Österreich zu den wichtigen industriellen Arbeitgebern zählt.

Die Einigung kommt nach mehreren zähen Verhandlungsrunden zustande. Dass erst die fünfte Runde zum Ergebnis führte, zeigt den Konflikt um die Lohnanpassungen in einer Phase anhaltender Kostenbelastung für Betriebe und Beschäftigte. Für die Gewerkschaften ist der Abschluss auch deshalb relevant, weil damit ein angekündigter Streik vorerst vom Tisch ist.

Mit dem Abschluss endet in der Elektro- und Elektronikindustrie eine der zuletzt aufmerksam verfolgten Kollektivvertragsrunden. Welche Signalwirkung die Einigung für andere Branchen haben könnte, wird sich nun in den kommenden Verhandlungen zeigen.

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