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David Gulda schreibt in „Loew“ über die jüdische Familie seiner Mutter

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David Gulda hat ein Buch über die jüdische Familie Loew vorgelegt, deren Geschichte 1802 in den mährischen Orten Kremsier und Boskowitz beginnt. Der Sohn von Friedrich Gulda beschreibt in „Loew“ die Lebenswege von Isaak Loew und Hannah Frankl sowie ihrer sechs Kinder. Zugleich ist das Buch auch eine Annäherung an seine Mutter Paola Loew, die als Pianistin, Gattin Friedrich Guldas und Schauspielerin bekannt war.

Isaak Loew und Hannah Frankl, beide im Jahr 1802 geboren, lebten zunächst im jüdischen Viertel von Kremsier und im mosaischen Glauben verankert. Dieser Rahmen prägte nach der Darstellung des Buches das Familienleben, das lange als dauerhaft und festgefügt erschien. Erst mit Sohn Wilhelm änderte sich der Blick auf die eigene Zukunft: Er zog als Erster nach Wien, um sich einer anderen Welt zu stellen.

Das Buch zeichnet damit nicht nur eine Familiengeschichte nach, sondern auch die Wege einer jüdischen Familie, die sich über Generationen hinweg aus einer mitteleuropäischen Herkunft heraus entwickelt. Der Titel „Loew“ verweist auf diese familiäre Linie ebenso wie auf die persönliche Perspektive des Autors, der seine eigene Herkunft mit der Geschichte seiner Mutter verbindet.

Das Foto von Paola Loew mit ihrem Sohn David entstand 1956. Es zeigt die Mutter des Autors in einer Phase, in der ihre spätere Familiengeschichte bereits Teil des biografischen Zusammenhangs ist, den David Gulda nun literarisch aufarbeitet. Das Buch verbindet damit historische Rekonstruktion und persönliche Erinnerung.

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