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Trump plant Jubiläumsshow mit Disco- und Rap-Namen – erste Zusagen wackeln

Redaktionelle Szene zum Thema „Trump plant Jubiläumsshow mit Disco- und Rap-Namen – erste Zusagen wackeln“

Für die geplante Feier zum 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten sind offenbar Auftritte von Milli Vanilli, Flo Rida und Vanilla Ice im Gespräch. Doch schon vor dem Termin im kommenden Jahr steht das Vorhaben auf wackeligen Beinen: Erste der genannten Künstler haben ihre Teilnahme bereits dementiert.

Der Anlass ist politisch und kulturell aufgeladen zugleich. Die USA wollen 2026 ihren 250. Geburtstag begehen, für Donald Trump, der sich erneut als prägende Figur der amerikanischen Öffentlichkeit inszeniert, wird das Jubiläum auch zur Bühne für eine große Show. Ausgerechnet der Name Milli Vanilli sorgt dabei für besondere Irritation: Das einstige Pop-Duo steht bis heute als Synonym für einen der bekanntesten Plagiats- und Playback-Skandale der Musikgeschichte.

Ein Name mit symbolischer Sprengkraft

Milli Vanilli bestand in den 1980er-Jahren aus Fab Morvan und Rob Pilatus. Das von Frank Farian produzierte Duo wurde mit Hits wie „Girl You Know It’s True“ international berühmt, bevor aufflog, dass die beiden auf den Aufnahmen nicht selbst gesungen hatten. Die Affäre wurde zum Kulturskandal, der bis heute nachwirkt. Pilatus starb 1998, Morvan tritt seit Jahren wieder unter dem Namen Milli Vanilli auf.

Gerade deshalb wirkt die mögliche Einladung zu einer offiziellen Jubiläumsfeier wie eine ironische Volte. Sollte Morvan tatsächlich auf einer Trump-nahen Veranstaltung auftreten, würde sich ein Symbol des Musikbetrugs mit einem politisch inszenierten Staatsjubiläum verbinden. Ob es dazu kommt, bleibt vorerst offen. Denn die angekündigte Liste mit Milli Vanilli, Flo Rida und Vanilla Ice ist bereits ins Wanken geraten, nachdem einzelne Künstler ihre Beteiligung zurückgewiesen haben.

Dass Trump für die Feier zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit auf große Namen aus Pop und Hip-Hop setzen will, passt in sein bisheriges Verhältnis zur Selbstdarstellung: politische Botschaften werden bei ihm regelmäßig mit Showelementen verknüpft. Für das Jubiläum der Vereinigten Staaten wäre eine solche Inszenierung mehr als bloßes Entertainment. Sie würde auch die Frage aufwerfen, welche Art von nationale Feier die USA im Jahr 2026 bekommen sollen – staatstragend oder als politisch aufgeladene Großveranstaltung mit Nostalgieeffekt.

Vorerst bleibt vor allem der Eindruck einer schiefen Besetzungsliste. Dass ausgerechnet ein Name, der für Täuschung und Schein steht, bei einer der wichtigsten symbolischen Feiern des Landes auftaucht, dürfte die Debatte über Geschmack und Maß in der Trump-Ära weiter anheizen.

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