Die seit 1. Oktober geltende Paketsteuer trifft nicht nur große Onlinehändler, sondern nach Angaben aus dem Handel auch den stationären Einzelhandel. Dort gebe es bereits erste negative Rückmeldungen, weil viele Kundinnen und Kunden ihre Einkäufe im Netz bündeln, um die Abgabe auf möglichst viele Produkte aufzuteilen.
Das sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands in Zusammenhang mit der neuen Regelung. Aus Sicht des Verbandes verändert die Steuer damit nicht nur das Bestellverhalten im Onlinehandel, sondern auch die Absatzchancen klassischer Geschäfte vor Ort.
Betroffen seien demnach vor allem Ergänzungskäufe, die bisher häufig zusätzlich zum Einkauf im Geschäft getätigt wurden. Statt einzelne Artikel nachzukaufen, würden manche Konsumenten nun offenbar größere Bestellungen bei Onlineplattformen aufgeben.
Die Paketsteuer war mit 1. Oktober in Kraft getreten. Sie soll Onlinebestellungen verteuern und damit vor allem den internationalen Versandhandel stärker belasten. Aus dem stationären Handel kommt nun jedoch die Sorge, dass die Regelung über Umwege auch das Geschäft in den Einkaufsstraßen schwächt.









