Der ORF beteiligt sich am Verfahren rund um die sogenannte Luxuspension von Pius Strobl. Am Tag der Direktorenwahl am Küniglberg kündigte die neue ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher an, dass sich der Sender den Ermittlungen gegen den früheren Top-Verdiener des Hauses anschließen werde.
Damit bekommt das Verfahren zusätzliche Brisanz. Strobl war im ORF jahrelang in einer Spitzenfunktion tätig und zählt zu den zentralen Figuren in der Affäre um die umstrittenen Bezüge und Pensionsregelungen im Sender.
Auch Alexander Wrabetz spielt in dem Zusammenhang eine Rolle. Der frühere ORF-Chef war der unmittelbare Vorgänger von Ingrid Thurnher an der Spitze des Hauses und ist in den Vorgang ebenfalls eingebunden.
Der Schritt fällt in eine Phase großer personeller Umwälzungen im ORF. Nur Minuten vor der Ankündigung hatte Stiftungsrats-Vize Gregor Schütze seinen Rücktritt erklärt. Am Küniglberg kam es damit an einem einzigen Tag zu mehreren einschneidenden Entwicklungen.
Um die Causa Strobl wird seit längerem gestritten. Im Zentrum steht die Frage, ob die von ihm bezogene Luxuspension rechtmäßig war. Mit dem Einstieg des ORF in das Verfahren wird der Konflikt nun auch institutionell weitergetragen.









