Der Vorstoß von Tirols Landeshauptmann Anton Mattle für ein höheres gesetzliches Pensionsantrittsalter hat in der ÖVP für Irritationen gesorgt. In den Landesparteien kam die Forderung überraschend an, in der Bundespartei will man den Schwerpunkt vorerst anders setzen.
Mattle hatte sich nach den vorliegenden Angaben für eine Diskussion über das höhere Pensionsalter ausgesprochen. Das Thema ist politisch heikel: Während namhafte Ökonomen seit längerem eine Anhebung des gesetzlichen Antrittsalters verlangen, gibt es dafür in Österreich derzeit keine Mehrheit.
Bei den Regierungsparteien wurden zuletzt andere Maßnahmen zur Stabilisierung des Pensionssystems in den Vordergrund gestellt. Dazu zählen eine Erhöhung des faktischen Pensionsalters, Pensionsanpassungen unter der Inflationsrate und die Stärkung der betrieblichen und privaten Vorsorge.
Gerade auf diesen letzten Punkt will die Bundes-ÖVP ihren Fokus legen. Nach dem Vorstoß des Tiroler Landeshauptmanns dürfte die Partei die Debatte damit nicht auf eine unmittelbare Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters lenken, sondern auf Reformen im bestehenden System.









