Bei Rekordtemperaturen haben mehrere Gemeinden in Österreich ihre Bevölkerung zum sparsamen Umgang mit Wasser aufgerufen. In Wien wurde am Montag mit 40,1 Grad der bislang höchste Wert gemessen. Gleichzeitig mehren sich in mehreren Regionen Hinweise, dass der Wasserverbrauch in der heißen Phase deutlich steigt.
Vor allem für den Alltag in Haushalten ist der Bedarf groß. Laut den im Umfeld der Aufrufe genannten Verbrauchswerten braucht der durchschnittliche Österreicher oder die durchschnittliche Österreicherin 130 Liter Wasser pro Tag. Davon entfallen 22 Prozent auf Duschen und Baden, 25 Prozent auf die Toilettenspülung, zehn Prozent auf das Wäschewaschen und zwei Prozent auf das Geschirrspülen.
Auch der Außenbereich spielt eine Rolle. Für Pool und Pflanzen werden 14 Prozent des täglichen Verbrauchs angeführt. Über die Wasserhähne in Bad, WC und Küche fließt der Rest. Gerade in Hitzeperioden steigt damit der Druck auf die Versorgung, weshalb Gemeinden nun auf einen vorsichtigen Umgang mit Wasser drängen.
Neben Appellen werden auch Einschränkungen verhängt. Dabei geht es etwa um den Gebrauch von Wasser im Freien, wo Bewässerung und Befüllungen besonders ins Gewicht fallen. Ob solche Verbote auch konsequent kontrolliert werden, ist eine der Fragen, die im Zusammenhang mit den aktuellen Maßnahmen aufkommen.
Die Aufrufe kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die extreme Hitze den Wasserverbrauch zusätzlich anheizen dürfte. In vielen Orten wird daher dazu geraten, Duschen zu verkürzen, den Garten möglichst zurückhaltend zu bewässern und auf unnötigen Wasserverbrauch zu verzichten.









