Wer in Immobilien investieren will, muss dafür nicht gleich ein Haus kaufen oder einen Bankkredit aufnehmen. Neben dem klassischen Eigentum haben sich in den vergangenen Jahren mehrere Anlageformen etabliert, mit denen sich auch mit kleineren Beträgen am Immobilienmarkt beteiligen lässt. Dazu zählen Immobilienfonds, börsengehandelte Immobilien-ETFs und Crowdfunding-Angebote.
Immobilien gehören weiterhin zu den beliebtesten Anlageformen. Sie gelten als vergleichsweise beständig, haben in den vergangenen Jahrzehnten oft an Wert gewonnen und bringen aus Sicht vieler Anleger einen praktischen Zusatznutzen mit: Sie können selbst genutzt werden. Rund die Hälfte der österreichischen Haushalte lebt im Eigentum.
Wer nicht selbst kaufen will oder kann, greift deshalb zunehmend zu indirekten Formen der Beteiligung. Dabei unterscheidet sich das Risiko je nach Produkt deutlich. Bei Crowdfunding finanzieren Anleger meist einzelne Projekte mit, etwa den Bau oder die Sanierung einer Immobilie. Das kann höhere Chancen auf Rendite bieten, bindet das Geld aber häufig über einen längeren Zeitraum und ist stärker vom Erfolg eines einzelnen Vorhabens abhängig.
Immobilienfonds streuen das Geld auf mehrere Objekte und gelten damit als breiter aufgestellt als Einzelprojekte. Anleger beteiligen sich nicht direkt an einer Wohnung oder einem Haus, sondern an einem Fonds, der in verschiedene Immobilien investiert. Das kann das Risiko senken, führt aber auch dazu, dass die Entwicklung weniger unmittelbar nachvollziehbar ist als bei direktem Eigentum.
Eine weitere Möglichkeit sind Immobilien-ETFs. Sie bilden Immobilienindizes nach und lassen sich wie andere börsengehandelte Fonds kaufen und verkaufen. Für Anleger ist das oft mit geringeren Einstiegshürden verbunden als ein Direktkauf, zugleich bleibt die Wertentwicklung aber von den Schwankungen an den Finanzmärkten abhängig.
Welche Form passt, hängt vor allem vom Anlagehorizont, vom gewünschten Risiko und vom verfügbaren Kapital ab. Wie bei Aktien gilt auch bei Immobilienanlagen: Wer investiert, sollte in langen Zeiträumen denken.









