Extrig.at

Die unabhängige Onlinezeitung für Österreich

Zweiter Verdächtiger nach Anschlag auf Berliner CSD wieder entlassen

Redaktionelle Szene zum Thema „Zweiter Verdächtiger nach Anschlag auf Berliner CSD wieder entlassen“

Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag am Rande des Christopher Street Days in Berlin ist ein zunächst festgenommener zweiter Verdächtiger wieder freigekommen. Der Mann sei entlassen worden, teilte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft mit. Der Tatverdacht habe sich demnach nicht erhärtet.

Der Angriff hatte sich am Samstagabend am Rand der Großveranstaltung ereignet. Ein Auto war in eine Menschenmenge gefahren, woraufhin der CSD in Berlin abgebrochen wurde. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft blieb damit ein weiteres Verfahren gegen den zweiten Festgenommenen ohne Bestand.

Die Ermittlungen zum Hintergrund der Tat und zu einem möglichen islamistischen Motiv laufen weiter. Zuständig ist die Bundesanwaltschaft, die in Deutschland bei Delikten mit besonderer Bedeutung für die innere Sicherheit ermittelt. Solche Fälle werden meist eng mit den Sicherheitsbehörden vor Ort abgestimmt.

Der Vorfall wirft erneut Fragen nach der Sicherheit bei Großveranstaltungen in Deutschland auf. Pride-Paraden wie der CSD gelten als politische Demonstrationen und ziehen regelmäßig zehntausende Menschen an. Entsprechend hoch ist die Aufmerksamkeit von Polizei und Veranstaltern, wenn es zu Gewalt oder einem Anschlagverdacht kommt.

Diesen Artikel teilen