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Wahi fehlt der Elfenbeinküste gegen Deutschland

Redaktionelle Szene zum Thema „Wahi fehlt der Elfenbeinküste gegen Deutschland“

Die Elfenbeinküste muss im WM-Gruppenspiel gegen Deutschland auf Elye Wahi verzichten. Der 23-jährige Stürmer darf wegen eines laufenden Ermittlungsverfahrens nicht nach Kanada einreisen und bleibt deshalb in den Vereinigten Staaten, wo sich die Mannschaft aufhält.

Wahi steht im Verdacht, im Mai bei einem Ligue-1-Spiel zwischen OGC Nizza und dem FC Metz eine Gelbe Karte absichtlich provoziert zu haben. Nach französischen Medienberichten und Angaben aus dem Umfeld der Ermittlungen geht es um mögliche Unregelmäßigkeiten bei Sportwetten. Demnach sei rund um die Partie auffällig viel Geld auf eine Verwarnung des Angreifers gesetzt worden. In der Folge geriet der Fall ins Visier der Justiz.

Die Staatsanwaltschaft in Marseille soll Ende Mai eine Gegenüberstellung angeordnet haben. Dabei wurde laut den vorliegenden Angaben ein 23-jähriger Profi-Fußballer wegen des Verdachts auf bandenmäßigen Betrug, bandenmäßige Korruption im Sport, Hehlerei und Geldwäsche festgenommen. Wahi selbst wurde dabei nicht namentlich genannt, gilt aber als Betroffener der Ermittlungen.

Der ivorische Fußballverband erklärte inzwischen, die für die Einreise nach Kanada nötigen behördlichen Genehmigungen seien bislang nicht erteilt worden. Wahi werde deshalb in den USA bleiben und auf die Rückkehr der Mannschaft warten. Die Elfenbeinküste bestreitet ihr zweites WM-Spiel am Samstag gegen Deutschland. Für den Titelverteidiger ist die Partie von Bedeutung, weil beide Teams in der Vorrunde um eine gute Ausgangsposition kämpfen.

Wahi war im Sommer von Eintracht Frankfurt an OGC Nizza ausgeliehen worden. Sportlich hatte der Angreifer als Alternative im ivorischen Angriff gegolten, nun fällt er ausgerechnet vor einem der wichtigsten Gruppenspiele aus. Für die Elfenbeinküste ist das ein personeller Rückschlag, auch wenn der Verband den Fall bislang als offenes Ermittlungsverfahren behandelt.

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