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Vondrousova nach verweigertem Dopingtest für vier Jahre gesperrt

Redaktionelle Szene zum Thema „Vondrousova nach verweigertem Dopingtest für vier Jahre gesperrt“

Die frühere Wimbledon-Siegerin Marketa Vondrousova ist nach einem verweigerten Dopingtest für vier Jahre gesperrt worden. Die Tennis-Integritätsagentur ITIA verhängte die Strafe gegen die 26-jährige Tschechin und setzte das Ende der Sperre auf Juni 2030 fest.

Auslöser war ein Vorfall im Dezember des Vorjahres, als Vondrousova einem Dopingkontrolleur den Zugang zu ihrer Wohnung verweigert haben soll. Die ITIA sah dafür keine ausreichende Erklärung. Vondrousova hatte sich später auf eine Angststörung und eine akute Stressreaktion berufen und angegeben, ihr Urteilsvermögen sei dadurch beeinträchtigt gewesen.

Die Tschechin gewann 2023 das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon und gehörte seither weiter zur erweiterten Weltspitze im Damentennis. Seit Mitte Jänner hat sie kein Turnier mehr bestritten. Die Sperre trifft sie damit in einer Phase, in der sie sportlich ohnehin nicht auf der Tour präsent war.

ITIA-Geschäftsführerin Karen Moorhouse betonte, unangekündigte Kontrollen seien ein zentrales Instrument zum Schutz des sauberen Sports. Vondrousova kann gegen das Urteil noch Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof CAS einlegen. In ähnlichen Fällen wurden Strafen in der Vergangenheit mitunter deutlich verkürzt, etwa bei der rumänischen Ex-Wimbledon-Finalistin Simona Halep.

Der Fall reiht sich in eine Serie strenger Entscheidungen im Tennis ein, das seine Anti-Doping- und Meldevorschriften in den vergangenen Jahren deutlich verschärft hat. Für Vondrousova bedeutet das Urteil jedenfalls einen massiven Einschnitt: Sollte die Sperre halten, wäre sie bis Sommer 2030 von der Tour ausgeschlossen.

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