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USA greifen erneut iranische Ziele an – Spannungen im Golf nehmen zu

Redaktionelle Szene zum Thema „USA greifen erneut iranische Ziele an – Spannungen im Golf nehmen zu“

Die US-Streitkräfte haben innerhalb von 24 Stunden zum zweiten Mal iranische Ziele angegriffen. Das zuständige US-Kommando CENTCOM erklärte, mit den Schlägen solle die Fähigkeit des Iran geschwächt werden, „die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen“. Auf iranischer Seite meldete die Nachrichtenagentur Mehr, die Luftabwehr habe nahe Bandar Abbas feindliche Ziele bekämpft; zudem seien in der Nähe von Konarak und Chabahar Explosionen zu hören gewesen.

US-Präsident Donald Trump hatte die neuen Angriffe vorab angekündigt und die mit Teheran vereinbarte Feuerpause am Rande des NATO-Gipfels für beendet erklärt. „Wir werden sie heute Nacht richtig hart treffen“, sagte Trump demnach in Ankara. Später legte er nach und warf der Führung in Teheran vor, das Abkommen „jeden Tag“ zu verletzen. „Was mich betrifft, ist sie vorbei“, sagte er mit Blick auf die Waffenruhe.

Die neue Eskalation folgt auf die seit Tagen angespannte Lage im Persischen Golf und rund um die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Seehandelsrouten der Welt. Über die Meerenge läuft ein erheblicher Teil des globalen Öltransports; jede Verschärfung der Lage wirkt sich daher rasch auf Schifffahrt und Energiemärkte aus. Auch deshalb gilt die Region seit Beginn der Kämpfe als besonders sensibel für eine Ausweitung des Konflikts.

Trump sagte in Ankara zudem, er werde mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner über die Gespräche mit Teheran reden. Zwar wolle er den Unterhändlern weiter Verhandlungen erlauben, „aber ich sehe es nicht“, sagte er. Für die diplomatischen Bemühungen bedeutet das einen deutlichen Rückschlag, nachdem die USA und der Iran zuletzt noch eine begrenzte Feuerpause ausgehandelt hatten.

Auslöser für die jüngste Eskalation waren Angriffe auf Schiffe in der Region. Mit den neuen Luftschlägen erhöht Washington nun den militärischen Druck auf Teheran weiter. Ob der Iran darauf mit Gegenangriffen oder einer Ausweitung der Angriffe auf die Schifffahrt reagiert, blieb zunächst offen.

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