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Trump rudert bei geplanter Abgabe für die Straße von Hormuz zurück

Redaktionelle Szene zum Thema „Trump rudert bei geplanter Abgabe für die Straße von Hormuz zurück“

US-Präsident Donald Trump hat seine erst angekündigte Gebühr für die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz nach wenigen Stunden wieder kassiert. Wenige Stunden vor dem geplanten Inkrafttreten der umstrittenen Maßnahme machte das Weiße Haus den Rückzieher und setzt nun auf milliardenschwere Handels- und Investitionsabkommen mit den Golfstaaten.

Die Entscheidung betrifft eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Durch die nur rund 40 Kilometer breite Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman wird ein erheblicher Teil des globalen Öl- und Gastransports abgewickelt. Eine zusätzliche Abgabe für Schiffe hätte deshalb nicht nur die Handelskosten erhöht, sondern auch die Nervosität an den Energiemärkten verstärkt.

Kehrtwende binnen eines Tages

Trump hatte mit der geplanten „Maut“ auf die Straße von Hormuz ein Signal an die Golfstaaten und indirekt auch an den Iran senden wollen. Statt eines direkten Eingriffs in den Schiffsverkehr sollen nun wirtschaftliche Zugeständnisse und neue Vereinbarungen mit Partnern in der Region im Vordergrund stehen. An der harten Linie gegenüber Teheran will Washington dennoch festhalten.

Die schnelle Kurskorrektur zeigt, wie heikel der Umgang mit der Meerenge ist. Schon die Ankündigung einer Gebühr reichte aus, um den Konflikt um Handelswege, Energiepreise und regionale Machtverhältnisse neu aufzuladen. Für Staaten am Golf bleibt die Straße von Hormuz ein strategischer Hebel, für die USA ein Brennpunkt ihrer Nahostpolitik.

Die neue Linie Trumps dürfte auch als Versuch gelesen werden, wirtschaftlichen Druck anders zu organisieren: nicht über eine direkte Belastung des Schiffsverkehrs, sondern über größere Deals mit Verbündeten in der Region. Für den Iran ändert das vorerst wenig an der konfrontativen Grundhaltung Washingtons. Für die internationale Schifffahrt fällt die drohende Zusatzabgabe jedoch zunächst weg.

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