US-Präsident Donald Trump hat dem Iran nach dem Tod weiterer amerikanischer Soldaten mit harter Vergeltung gedroht. „Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er diesen Tod um ein Vielfaches bezahlen“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er habe Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine entsprechende Anweisungen erteilt.
Was Trumps Militärvorgaben konkret bedeuten, ließ der Präsident offen. Die Drohung fällt in eine Phase anhaltender Spannungen zwischen den USA und Iran, in der sich gegenseitige Angriffe und Vergeltungsschläge bereits über mehrere Tage hinziehen. Das US-Militär hatte zuletzt erneut Ziele in der Islamischen Republik angegriffen; Teheran reagierte nach eigenen Angaben mit Angriffen auf Bahrain und Kuwait.
Ausgelöst wurde Trumps neue Drohung durch den Tod von drei US-Soldaten, den das US-Militär am Wochenende bekanntgab. Zwei von ihnen kamen demnach am Freitag in Jordanien ums Leben, als sich US-Kräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten. Ein dritter Soldat starb bei der kontrollierten Sprengung nicht detonierter Kampfmittel aus einer abgeschossenen iranischen Einwegdrohne. Damit steigt die offiziell bekannte Zahl der im aktuellen Konflikt gefallenen US-Militärangehörigen auf 17.
Die Lage verschärft auch den politischen Druck auf Trump, der im Wahljahr als entschlossener Oberbefehlshaber auftreten will. Seine Wortwahl deutet auf eine weitere Eskalation hin, zugleich bleibt unklar, ob und in welcher Form die USA über die bisherigen Luftschläge hinaus militärisch reagieren werden.
In einem weiteren Posting schloss Trump zudem aus, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bei einem Besuch in den USA festgenommen werde. Netanyahu werde dort „auf keinen Fall“ verhaftet, schrieb der Präsident. Der Hinweis kommt vor dem Hintergrund der engen sicherheitspolitischen Abstimmung zwischen Washington und Jerusalem inmitten der regionalen Krise.









