Die Zahl der Syrien-Rückkehrer aus Österreich bleibt trotz einer Starthilfe von 3000 Euro gering. Das deutet darauf hin, dass die Lage im Bürgerkriegsland für viele Menschen weiterhin zu unsicher und zu schwierig ist, um eine Rückkehr ernsthaft in Betracht zu ziehen.
Mit dem Geld wollte Österreich die freiwillige Rückkehr nach Syrien erleichtern. Der bisher überschaubare Zulauf zeigt jedoch, dass finanzielle Anreize allein die Probleme vor Ort nicht ausräumen. Wer nach Syrien zurückkehrt, trifft vielerorts auf zerstörte Infrastruktur, unsichere Lebensbedingungen und eine wirtschaftlich schwache Ausgangslage.
Für die Politik ist das ein doppeltes Signal: Einerseits bleibt der Druck hoch, für ausreisepflichtige Syrerinnen und Syrer praktikable Lösungen zu finden. Andererseits macht die geringe Zahl an Rückkehrern deutlich, dass Rückführungen in ein Land nach Jahren des Krieges nur eingeschränkt über Geldzahlungen steuerbar sind.
Die Rückkehrfrage ist auch deshalb heikel, weil Syrien trotz einzelner internationaler Annäherungen politisch und gesellschaftlich weit von stabilen Verhältnissen entfernt bleibt. Wer dort neu anfangen soll, braucht nicht nur Startgeld, sondern vor allem Sicherheit, Wohnungen, Arbeit und funktionierende staatliche Strukturen.
Österreich folgt mit der Starthilfe einem Ansatz, den auch andere Staaten bei freiwilligen Rückkehrprogrammen kennen: Finanzielle Unterstützung kann den ersten Schritt erleichtern, ersetzt aber keine belastbaren Perspektiven im Zielland. Genau daran scheitert Syrien derzeit weiterhin.









