Im Industriehafen von Monfalcone in Nordostitalien sind rund 300 Bomben und andere Kriegsrelikte aus der Hafenmündung entfernt worden. Erst danach konnten die Baggerarbeiten zur Vertiefung der Zufahrtsrinne für Frachtschiffe wieder aufgenommen werden.
Die Arbeiten waren ins Stocken geraten, weil im Meeresboden Munition aus dem Zweiten Weltkrieg lag. Solche Funde sind in Teilen der nördlichen Adria bis heute ein wiederkehrendes Problem, weil dort während des Krieges stark gekämpft wurde und immer wieder Blindgänger oder Sprengkörper im Boden oder auf dem Meeresgrund entdeckt werden.
Monfalcone liegt an einer wichtigen Industriestandort-Küste der Region Friaul-Julisch Venetien. Der Hafen wird vor allem für den Güterverkehr genutzt. Für solche Anlagen sind tiefer gehobene Fahrwasser entscheidend, damit auch größere Schiffe sicher anlaufen können. Die Entfernung der Kriegsrelikte war daher Voraussetzung für den Fortgang der Arbeiten.
Die Bergung von Munition und Bomben aus Hafen- und Küstenbereichen ist in Italien mit erheblichem Aufwand verbunden. Spezialisierte Einheiten müssen die Funde sichern und entschärfen oder abtransportieren, bevor Bagger und andere schwere Geräte wieder eingesetzt werden dürfen. Verzögerungen bei solchen Arbeiten sind in Hafenprojekten daher keine Seltenheit.
Für Monfalcone bedeutet die Räumung vor allem, dass die Vertiefung der Hafenmündung nun weitergeführt werden kann. Damit soll die Zufahrt für Schiffe verbessert werden, die den Industriehafen ansteuern.









