Sebastian Kurz hat Spekulationen über eine Rückkehr in die österreichische Innenpolitik gedämpft. Der frühere ÖVP-Chef und Ex-Bundeskanzler stellte klar, dass er nicht mehr in die Politik einsteigen wolle und seine Zeit dort „sehr genossen“ habe.
Mit seinen Aussagen reagierte Kurz auf erneute Gerüchte über ein mögliches politisches Comeback. Der 38-Jährige hatte sich nach seinem Rückzug aus der Politik im Herbst 2021 weitgehend aus dem parteipolitischen Tagesgeschäft herausgehalten und stattdessen beruflich neu orientiert.
Sein Abschied von der Politik markierte das Ende einer Karriere, die ihn in wenigen Jahren an die Spitze der ÖVP und ins Bundeskanzleramt geführt hatte. Kurz war ab 2017 zunächst als Kanzler einer türkis-blauen Koalition im Amt, später führte er die ÖVP in die türkis-grüne Regierung. Nach dem politischen Ende blieb er in der Öffentlichkeit präsent, etwa als Gesprächspartner zu internationalen und wirtschaftlichen Themen.
Gerüchte über eine mögliche Rückkehr von Kurz tauchen seit seinem Abschied immer wieder auf. Seine nun erneuerte Absage dürfte in der ÖVP vor allem deshalb aufmerksam registriert werden, weil die Partei seit Jahren ohne ihren früheren dominierenden Strahlemann auskommen muss und interne Personalfragen regelmäßig neue Spekulationen auslösen.
Für die österreichische Innenpolitik ist Kurz damit vorerst kein unmittelbarer Faktor. Seine Stellungnahme beendet die jüngste Debatte aber nicht nur vorläufig, sondern setzt auch einen klaren Kontrapunkt zu jenen Stimmen, die ihn weiterhin als möglichen Rückkehrer ins Spiel gebracht hatten.









