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Sasa Kalajdzic und die lange Spur zurück zu Ernst Baumeister

Redaktionelle Szene zum Thema „Sasa Kalajdzic und die lange Spur zurück zu Ernst Baumeister“

Mit seinem späten Treffer hat Sasa Kalajdzic Österreich ins Sechzehntelfinale der WM geschossen. Für den 29-Jährigen ist der Moment auch eine Erinnerung an jenen Mann, der seine Karriere bei der Admira entscheidend geprägt hat: Ernst Baumeister. Der frühere Spieler und Trainer holte Kalajdzic vor zehn Jahren von Donaufeld, machte aus dem damaligen defensiven Mittelfeldspieler einen Stürmer und legte damit einen Grundstein für den weiteren Weg des ÖFB-Angreifers.

Kalajdzic kam ohne klassische Akademieausbildung zur Admira. Der HTL-Absolvent mit serbisch-bosnischen Wurzeln spielte bei den Juniors zunächst als „Sechser“, ehe Baumeister als Interimstrainer einsprang und ihn rasch nach vorne zog. Der Effekt war unmittelbar: In acht Regionalligaspielen erzielte Kalajdzic zehn Tore und bereitete neun weitere Treffer vor. Danach schaffte er auch den Sprung in die erste Mannschaft und blieb endgültig im Angriff.

Dass der Kontakt zu Baumeister nie abriss, hat für Kalajdzic auch mit seinen schwierigen Jahren zu tun. Der Angreifer kämpfte in Deutschland und England mit schweren Verletzungen, darunter drei Kreuzbandrisse. Trotzdem blieb die Verbindung zu seinem ersten Förderer bestehen. Selbst in dieser Phase, später auch beim LASK, riss der Austausch nicht ab.

Baumeister gilt damit als Schlüsselfigur in der Laufbahn eines Spielers, der im Nationalteam immer wieder mit seiner Präsenz und seinem späten Zug zum Tor auffällt. Kalajdzic’ Treffer im WM-K.-o.-Spiel hat diese Geschichte nun noch einmal in Erinnerung gerufen: Ein Spieler, der spät umgeschult wurde, hielt Österreich im Turnier und dachte in diesem Moment auch an den Trainer, der ihn einst auf eine neue Position setzte.

Für das ÖFB-Team ist Kalajdzic damit mehr als ein Torjäger. Sein Weg zeigt, wie sehr einzelne Karrieren von frühen Entscheidungen und präziser Förderung abhängen können. Im Fall des Stürmers war es Baumeister, der aus einem defensiven Mittelfeldspieler einen Angreifer formte, der Österreich nun auf der größten Bühne entscheidend geholfen hat.

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