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Rot-Kreuz-Parkplatz in Salzburg wird drei Wochen zur Begegnungszone

Redaktionelle Szene zum Thema „Rot-Kreuz-Parkplatz in Salzburg wird drei Wochen zur Begegnungszone“

Am Rot-Kreuz-Parkplatz am Salzburger Franz-Josef-Kai sind seit heute keine Autos mehr zugelassen: Die Stadt sperrt die Fläche für drei Wochen und testet dort eine Begegnungszone mit Sitzgelegenheiten, Spiel- und Bewegungsangeboten, Musik sowie Gastronomie. Mehr als 60 Stellplätze fallen dafür vorübergehend weg.

Die Umgestaltung soll zeigen, wie öffentlicher Raum in der Innenstadt künftig ohne Autos genutzt werden könnte. Nach Angaben der Stadt ist das Projekt als Reallabor angelegt. Besucherinnen und Besucher sollen die Angebote nutzen und Rückmeldungen geben, damit die Verwaltung Erfahrungen für mögliche weitere Schritte sammeln kann.

Auf dem Parkplatz werden neben Liege- und Sitzmöbeln auch ein temporärer Radspielplatz für Kinder und mobile Garküchen eingerichtet. Die Sitzgelegenheiten sollen ausdrücklich ohne Konsumzwang zugänglich sein. Bis 19. Juli bleibt die Fläche bespielt, danach soll sie nach Abbau der Gestaltungselemente und der bunten Bodenbemalung ab 24. Juli wieder regulär als Parkplatz zur Verfügung stehen.

Der Schritt ist politisch umstritten. Kritik kommt im Gemeinderat von ÖVP und FPÖ. Beide Parteien verweisen auf den Verlust von Parkraum in der Innenstadt und warnen vor zusätzlichem Verkehr durch Autofahrer, die in der Umgebung nach Stellplätzen suchen. Die Freiheitlichen kritisieren zudem die Kosten des Projekts und sprechen von rund 150.000 Euro für die dreiwöchige Umgestaltung.

Der Parkplatz hat eine lange Geschichte: Seit den 1980er-Jahren kommen die Einnahmen aus dem städtischen Areal dem Roten Kreuz zugute. Ursprünglich gab es dort 102 Stellplätze, in den 2010er-Jahren wurde die Kapazität im Zuge der Errichtung eines Kreisverkehrs auf 62 Plätze reduziert. Während der Testphase empfiehlt die Stadt Autofahrern, auf umliegende Garagen und Parkflächen in der Innenstadt auszuweichen. Laut Stadt sind auch Navigationsanbieter über die Sperre informiert worden.

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