Bei den Miesmuschelzuchten vor Triest hält sich seit Tagen eine ungewöhnlich große Gruppe von Rochen auf. Die Tiere schwimmen im Bereich von Anlagen nahe der WWF-Schutzzone Miramare und beunruhigen damit die dortigen Züchter. Erstmals wird nun versucht, die Rochen mit Magnetbarrieren von den Zuchtflächen wegzuleiten.
Die Methode soll verhindern, dass die Tiere die empfindlichen Muschelbestände beeinträchtigen. Rochen suchen am Meeresboden nach Nahrung und können dabei Zuchtanlagen stören. Gerade in dem Küstenabschnitt nördlich von Triest ist die Muschelproduktion ein wichtiger Wirtschaftszweig, weshalb jede länger anhaltende Störung rasch wirtschaftliche Folgen haben kann.
Die Schutzzone Miramare liegt in einem ökologisch sensiblen Gebiet an der oberen Adria. Dass sich dort eine größere Gruppe von Rochen so nahe an den Muschelzuchten sammelt, gilt als ungewöhnlich. Mit den Magnetbarrieren wird nun ein Ansatz erprobt, der die Tiere nicht verletzt, sondern sie durch Reize vom Bereich der Zuchtanlagen fernhalten soll.
Für die Betriebe ist die Lage vor allem deshalb heikel, weil Miesmuscheln in offenen Meeresanlagen gezüchtet werden und damit besonders anfällig für Einflüsse aus der Umgebung sind. Ob die Barrieren die gewünschte Wirkung zeigen, wird sich erst in den kommenden Tagen und Wochen zeigen. Klar ist aber schon jetzt: Die Ausbreitung der Rochen sorgt in dem Gebiet für spürbare Unruhe.









