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Proteste an Uni Innsbruck wegen Vorwürfen gegen Professor Hajnal

Redaktionelle Szene zum Thema „Proteste an Uni Innsbruck wegen Vorwürfen gegen Professor Hajnal“

An der Universität Innsbruck hat ein heimlich aufgenommenes Video Proteste gegen den Sprachwissenschaftler Ivo Hajnal ausgelöst. In dem seit Ende vergangenen Jahres kursierenden Material soll sich Hajnal abfällig über Palästinenser geäußert haben. Am Dienstag demonstrierten Studierende gegen seine Kandidatur für das Amt des Rektors.

Organisiert wurde die Kundgebung von der Initiative „Students for Palestine“. In einer Aussendung hieß es, es gebe seit längerer Zeit Berichte über rassistische Äußerungen Hajnals. Die Gruppe wollte verhindern, dass die Universität ihm im Rahmen seiner Bewerbung eine öffentliche Bühne bietet.

Hajnal hatte seine Kandidatur kurz vor der Protestaktion bereits zurückgezogen. Als Grund nannte er ein antisemitisches Flugblatt, das während seines Hearings verteilt worden sei. Er sprach in diesem Zusammenhang von privaten Gründen und erklärte, er verfolge eine Null-Toleranz-Politik gegenüber rassistischen Einstellungen.

Nach Angaben aus dem Umfeld des Falls soll Hajnal in dem Video gesagt haben: „Sie [die Palästinenserinnen und Palästinenser] können [hier] studieren, was sie in ihren Dreckslöchern nicht können.“ In einem Interview entschuldigte er sich für den Ausdruck, verwies aber darauf, der Begriff habe sich auf die Geiseltunnel bezogen, in denen Menschen getötet und gepeinigt worden seien. Der Zusammenhang werde im Video deutlich, sagte er.

Die Initiative „Solidarität für Israel“ reagierte besorgt auf die Vorgänge rund um das Hearing. Sie forderte eine vollständige Aufklärung und warnte davor, dass eine Universität, die jüdische Lehrende oder Israel-verbundene Wissenschaftler nicht schütze, die Wissenschaftsfreiheit gefährde. Die Universität Innsbruck selbst äußerte sich zu den Vorgängen nicht.

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